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Was man wissen muss.

Was man wissen muss.

Aprilscherz oder ernst gemeint?

Die Bürgerinitiative Lebenswertes Weitersburg hat immer betont, dass neben vielen Nachteilen auch Gründe des Naturschutzes wie die Zerstörung des Grünen Gürtels gegen das G West sprechen.

Doch die FWG Weitersburg wollte den Bürgern weis machen, dass wohl das Gegenteil der Fall ist. So stellten die Politiker in ihrem Schaukasten fest, dass das bereits bestehende Gewerbegebiet Ost ein wortwörtlich „klimafreundliches Gewerbegebiet Lebensraum für Vögel und Insekten!!!“ ist.

Wir fragen uns, ob das ernst oder ironisch gemeint ist? Denn dazu ist das Foto einer Gewerbehalle zu sehen, die ausgerechnet von einer Lorbeerhecke umgrenzt wird. Ja, eine Lorbeerhecke, die sicherlich einen gewaltigen Anteil der versiegelten Gewerbefläche ausmacht. Genau, eine Lorbeerhecke, die der NABU Bremen, auf seiner Homepage als „hochgiftige, ökologische Pest“ bezeichnet. Gut, was weiß der NABU schon von Umweltschutz?

Vielleicht hat man sich gedacht: Soll das Weitersburger Viehzeug sich mal nicht so anstellen, die Tiere sollen sich halt dem Gewerbegebiet anpassen. Denn so eine fein versiegelte Fläche ist doch ein Traum für jedes Tier. Man denke mal an den Pflastersteinkäfer oder den Betonritzenwurm. Dank des geplanten Gewerbegebietes wird sich auch bald die klimaneutrale „LKW-Schlange“ in Weitersburg ansiedeln. Eine Freude nicht nur für Naturliebhaber.

Es könnte daher ein zukunftsweisendes Modell sein, einfach mal ein paar weitere nutzlose Flächen zu Gewerbe umzuwandeln. Denn genau das schafft neue Lebensräume. Denn was man im Moment stattdessen auf manchen Feldern traurigerweise erblicken muss, ist schrecklich anzusehen. Auch dazu lässt man im Schaukasten Bilder sprechen.

Hier zu sehen: Gepflügte Äcker. Diese Fotos sind untermalt mit dem Zitat „Ausgelaugte Äcker, jeglicher Bewuchs beseitigt! Kein Lebensraum für Vögel und Insekten!“ Ein wahrer Skandal, der hier aufgedeckt wurde. Auf einem frisch geackerten Feld wächst nichts. Kaum zu glauben. Und die Insekten im Boden und die Vögel? Man mutmaßt, sie seien bereits ins tierfreundliche Gewerbegebiet umgezogen.

Ja, in der Tat hat man hier mal weitergedacht, weiter als je zuvor. Man kann den Kommunalpolitikern zu dieser innovativen Idee nur gratulieren. Vielleicht wäre es auch möglich, einen Preis dafür zu verleihen. Ein Kalender wäre doch praktisch, damit solche Aushänge und auch gleichsprechende Artikel auf der Homepage erst am 01. April veröffentlichen werden. Denn dann wäre jedem klar: Das soll vermutlich ein Aprilscherz sein. Oder ist es doch ernst gemeint?

Polemik statt Argumente

Es ist längst klar, dass es für das Gewerbegebiet keine guten Argumente gibt. Aber anstatt dies anzuerkennen und sich für eine bessere Planung einzusetzen, veröffentlicht

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