Lebens­wertes Weiters­burg

Hier geht es um die Planung zum

Gewerbegebiet West Weitersburg

Es ist üblich, Gewerbegebiete mit großem Abstand zu Wohnbereichen zu entwickeln, um Lärm und Störungen zu vermeiden.
 
Nicht so in Weitersburg. Hier plant die stärkste Fraktion im Gemeinderat kraft ihrer absoluten Mehrheit ein neues Gewerbegebiet West direkt am Ortsrand. Laut Antrag mit “neuer breiter Straße.”
Dies hat für Weitersburg jedoch nur Nachteile: Störung der Anwohner, mehr Verkehr, Verschandelung des Ortsbildes und vieles mehr.
 

Zudem haben die Eigentümer von 2/3 der potentiellen Neubauflächen erklärt, ihre Flächen nicht gewerblich nutzen zu wollen. Also macht das alles wenig Sinn.

Bürgerfreundlichkeit und Umweltschutz ist das Motto. Lesen Sie hier, wie wir das sehen.

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Arndt

Warum nur lese ich in der Weitersburger Kommunalpolitik immer von “damals”? Sei es hier, bei der CDU oder der FWG. Dort heißt es dann immer, dass der Gemeinderat schon 1994 dieses oder jenes habe tun wollen. Sind die gewählten Mandatsträger nicht fähig, eigene Entscheidungen auf Grundlage heute vorliegender Erkenntnisse zu treffen? Zehntausende junge Menschen waren vor der Pandemie auf der Straße, um für den Erhalt der Natur und die Rettung des Klimas zu diskutieren. In Gemeinden, in denen immer von “früher” gesprochen wird, fehlt aber offenbar die Phantasie, wie man zukunftsweisend mit neuen Maßnahmen auf die Herausforderungen der Zukunft reagiert. Nein, hier werden lieber Bäume abgeholzt und Lebensraum (für Tier und Mensch) vernichtet.

Daneben: Tut die FWG nicht seit Jahren so, als sei sie für Bürgernähe und direkte Demokratie? Über Baugebiete kann man leider kein Bürgerbegehren anstreben. Aber eine verbindliche Bürgerbefragung steht der Gemeinde und der FWG jederzeit zur Verfügung. Auch wenn die letzte Entscheidung der Gemeinderat träfe: Hier könnte die FWG ihre jahrelangen populistischen (?) Parolen mal umsetzen und die Gemeinde einfach alle Bürger fragen, was sie wollen. Bürgerwille statt Interessenpolitik zehn Einzelner. Entscheidung des ganzen Dorfs über Gemeinwohl und Zukunft statt der betroffenen Anrainer.

Oder traut man sich das auf Seiten der FWG, CDU und dieser Seite hier nicht? Bei einer solch zukunftsweisenden Frage und gerade so polarisierenden Frage sollte das doch eine Selbstverständlichkeit sein, will man den Dorffrieden bewahren.

Inge Wagner

In der heutigen Zeit sollte nicht der Profit, den es offensichtlich gar nicht geben wird, im Vordergrund stehen, sondern das Wohl des Menschen. Schon jetzt brettert der Schwerlastverkehr durch den Ort und gefährdet vor allem ältere Menschen und Kinder.
Offensichtlich nimmt man das billigend in Kauf.
Das derzeitige Gewerbegebiet liegt schon jetzt sehr dicht am Wohngebiet.Daher ist es unzumutbar, dieses jetzt auch noch in diese Richtung zu erweitern.
Wir wohnen erst seit kurzer Zeit hier und genießen die Nähe zur Natur, die man jetzt nachhaltig zerstören möchte.
Haben wir noch immer nicht dazugelernt? Klimaschutz ist keine Kleinigkeit und es gibt genügend Belege dafür, dass wir so nicht weitermachen können.
Selbst eine kleine Gemeinde wie Weitersburg kann ihren Beitrag dazu leisten, nämlich die Natur zu erhalten, Mensch und Tiere zu schützen und anderen Menschen die Möglichkeit zu geben diese zu genießen.
Wo sehen Kinder denn heute noch die Kühe auf der Weide, Waldtiere wie Rehe oder Füchse
oder eine Vielfalt an Vögeln. Wir lieben es mit den Enkeln durch die Flur zu wandern, Bäume, Pflanzen und Gräser zu bestimmen und den Bauern bei der Feldarbeit zuzusehen.
Oder stehen hier die Interessen einzelner Mitglieder der FWG im Vordergrund und spielen bei der fraglichen Entscheidung mit eine Rolle?
Ich stimme Herrn Arndt in vollem Umfang zu. Die FWG sollte sich einr Bürgerbefragung stellen und uns allen die Möglichkeit geben, bei einer solchen elementaren Entscheidung ein Wort mitzureden. Das nennt man Demokratie.

Ernst Hens

In vielen Beiträgen zum Thema scheinen sich „Natur“ und „Haushalt“ entgegen zu stehen. Andere sind der Meinung, Ökologie und Ökonomie seien gegeneinander abzuwägen. Beides sind unzeitgemäße, falsche Ansätze.
Die Vernichtung der Naturräume ist bereits so weit vorangeschritten, dass angesichts der Zerstörung der Artenvielfalt, der Klimakatastrophe, der Grundwasserschäden (…) ein grundsätzlich neues Denken notwendig ist! Der Erhalt der Natur geht vor. Ökonomische Notwendigkeiten sind mitzudenken.
Beispielsweise:
Sind ökonomische Schritte der Gemeinde möglich, die den Raum schonen; sind sie überhaupt nötig?
Welche Maßnahmen zur Förderung des Naturraumes zahlen sich mittel- und langfristig eher aus als der zu kurz gedachte Schritt, Gewerbegebiete zu planen und zu realisieren?
Allerdings ist auch zu bedenken: Wie muss der von der Landwirtschaft beanspruchte Kulturraum genutzt werden, so dass er möglichst naturnah gestaltet wird, um die Probleme des Artenverlustes, der Klimakatastrophe und Grundwasserschäden nicht noch zu verschärfen?
Die Beispiele zeigen, was bei Entscheidungen zu leisten ist: Umdenken, neu denken!
Flächennutzungsplanung verantwortungsbewusst auszuführen bedeutet, auf der Basis von Wissen über die komplexen Zusammenhänge zwischen Ökologie und Ökonomie für die Menschen heute und die zukünftigen Generationen zu handeln.
Verantwortlich sind wir alle. Traut euch euere Meinung zu sagen!

Bernd Wolf

Die von der Ortsgemeinde Weitersburg geplante Erweiterung des Gewerbegebietes ist aus unserer Sicht die Fortsetzung einer nicht mehr zeitgemäßen Politik.

Man muss kein „Grüner“ sein, wenn die Frage gestellt wird, ob Aufwand und Ertrag der Erschließung eines neuen Gewerbegebietes sich rechnen. Der Vernichtung wertvollen Ackerlandes, der weiteren Versiegelung von Flächen für Straßenausbau etc. stehen höchst zweifelhafte und ungewisse Steuermehreinnahmen gegenüber. Das immer wieder vorgebrachte Argument für die Gemeinde neue Steuereinnahmen zu generieren, berücksichtigt einerseits nicht die Kosten der Erschließungsmaßnahme, andererseits ist nicht abzusehen, welche auswärtigen potenten gewerbesteuerzahlenden Betriebe geschweige denn ortsansässige Gewerbetreibende sich hier überhaupt ansiedeln wollen.

Das heute bestehende und vor mehr als 2o Jahren diskutierte Gewerbegebiet ist ein gutes Beispiel dafür, wieviel Zeit ins Land gegangen ist, bis die angebotenen Gewerbegrundstücke besiedelt waren.

Des Weiteren sollte man nicht außer Acht lassen, dass der Gewerbesteueranteil an den Gesamteinnahmen der Gemeinde nur unterdurchschnittlich ist. Der Gewerbesteueranteil an den Gesamteinnahmen der Gemeinde liegt bei Berücksichtigung der wieder abfließenden Gewerbesteuerumlage weit unter 20%. Der hohe Gemeindeanteil an der Einkommensteuer bestätigt offensichtlich die hohe Wohnqualität des Ortes.
Ein zusätzliches Argument gegen eine Ausweitung der Gewerbeflächen ist die weitere Zunahme der heute schon starken Verkehrsbelastung.

Weitersburg ist eine Gemeinde mit einem (noch)relativ hohen Wohn- und Erholungswert.
Dies sollten wir erhalten und weiterentwickeln. In Zeiten eines sich rasant verändernden Klimas, sollten wir uns nicht nur über die „Mächtigen in Politik und Wirtschaft“ aufregen, sondern auch im privaten und örtlichen Bereich alte Denkmuster überwinden und zumindest einen kleinen Beitrag zur Erhaltung und Verbesserung unserer natürlichen Lebensbedingungen beitrag

Lothar Hoffmann

Lebenswertes Weitersburg

Das Gemeinden verschuldet sind, trifft auf ziemlich viele Kommunen zu.
Das Gewerbegebiete Gewerbesteuer generieren, trifft logischerweise meist auch zu.
Wenn diese simplen Weisheiten allerdings dazu führen, dass alle auch noch so kleinen Gemeinden ein Gewerbegebiet ausweisen oder gar ausweiten, dann stellt sich mir die Frage, ob es wirklich keine klügere Lösung für die Behebung der Finanzmisere der Kommunen gibt. Und – es erhebt sich die Frage, ob wir nicht schon genügend Umwelt zerstört haben.
Gut leben wollen wir alle. Das bedingt meines Erachtens, dass wir aufhören, uns den Ast, auf dem wir sitzen, selbst immer mehr abzuschneiden. Er ist schon kurz genug – der Klimawandel ist nicht mehr zu leugnen und eine Umkehr dringend nötig.

Der Initiative wünsche ich viel Erfolg

Angelika Fuchs

Ich denke die FWG setzt sich für den Erhalt der Natur um Weitersburg ein. Und die CDU will immer zubauen.

Lese jetzt, es ist wohl genau umgekehrt. Hmm verkehrte Welt.

Paul Peter Baum

Gegen eine Erweiterung des Gewerbegebietes in Weitersburg bei der Neuaufstellung des Flächennutzungsplanes erhebe ich zum wiederholten Mal folgende Einwände:

Bereits das vorhandene Gewerbegebiet ist unzulänglich an Bundesstraße oder Autobahn angeschlossen.
Die Kreisstraße zur BAB-Anschlussstelle Höhr-Grenzhausen verläuft eng und kurvenreich. , Ein weit überdurchschnittlicher Wildwechsel gefährdet sie. Zudem verleitet die übermäßig große Entfernung zu Alternativen.
Deswegen fahren bereits jetzt riesige Sattelzüge über andere Routen mitten durch den Ort.
Auf der Hauptstraße können sie kaum die Kurven durchfahren – auch ohne dass Gegen-verkehr herrscht.
Oder sie benutzen die Ringstraße, die nur als Anliegerstraße ausgebaut ist. Sie zerstören sie bis auf deren Fundament, welches später auf Kosten aller Bürger von Weitersburg repariert werden muss.
Damit sind alle Bürger des Ortes durch das Vorhaben betroffen.

Finanziell belastet das Vorhaben die Gemeinde nur.
Bereits seit der Anlage des vorhandenen Gebietes steht die Gemeinde ständig im Minus.
Die Vermarktung des vorhandenen Gebietes dauerte 20 Jahre. Ein neues würde sozusagen „auf Halde“ angelegt.

Arbeitsplätze sind im Umkreis von Koblenz kein Argument. Hier herrscht Vollbeschäftigung.

Ein zusätzliches Gewerbegebiet zerstört weiter den Wohnwert von Weitersburg.
Dabei bringt dieser den Gemeinden über den Anteil an der Einkommensteuer tatsächlich hohe und verlässliche Einnahmen.
Damit sind alle Bürger von Weitersburg durch eine Erweiterung des Gewerbegebietes überhaupt negativ betroffen.
An die Verbandsgemeinde, Rathausplatz 13, 56179 Vallendar, am 29. Juli 2020 (1. am 22. März 2020)

Manfred Keßler

Das hatten wir alles schon, Profit zerstört Zukunft.

Heike J.

Interessant: Rhein-Zeitung 2002; “Gewerbegebiet soll wieder Geld bringen”Zitat Manfred Keßler: “Manfred Kessler (SPD) meinte, auch bei eisernem Sparwillen müsse man den Optimismus nicht beiseite legen. So hoffe er, dass die Grundstücke im Gewerbegebiet bald vermarktet werden könnten, um so auch die Gewerbesteuer-Einnahmen wieder in die Höhe zu bringen, damit die öffentlichen Kassen wieder klingeln.”

Manfred Keßler

Heike, J. wer ist das?
Anonyme Berichte, aus dem Zusammenhang der Geschichte gerissen, gehören nicht in eine öffentlichen Diskussion und tragen nicht zur Entscheidungshilfe bei.
Ich zähle mich zu den Menschen, die in den vergangenen Jahren eine Entwicklung durch gemacht haben, ob das gut ist oder nicht, mögen andere entscheiden.
Ob eine große Lösung aus 19hundert90ziger Jahren oder eine kleine Lösung, wie sich jetzt darstellt, was ist die Zukunft für uns folgende Generationen?
Es gilt abzuwägen, was ist uns die gebeutelte Natur wert und was ist uns der Haushalt wert ist.
Ich halte es heute mit der Natur und die Meinung muss man mir lassen. Populismus, eine Mode der heutigen Zeit, ist nicht zukunftsweisend, auch das ist meine Meinung.
Also Heike J., beteiligen Sie sich öffentlich an der Diskussion

L. Schneider

Klar, Gewerbe vor der Haustür ist nicht toll. Aber wo soll es in der VG sonst hin. Vallendar und Urbar haben enge Täler und Ortslagen, daher kein Platz. Niederwerth geht auch nicht. Oder soll eine Spedition etwa immer über die Brücke fahren. Von daher muss das doch nach Weitersburg.
L. Schneider – Vallendar

Last edited 4 Monate zuvor by L. Schneider
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