Initiative gegen das Gewerbegebiet am Ortsrand

Die Freien Wähler (FWG) in der Ortsgemeinde Weitersburg wollen unbedingt ein großes Gewerbegebiet am Ortsrand von Weitersburg ausweisen. Man verspricht sich davon höhere Einnahmen für die Gemeinde durch die Gewerbesteuer, vergisst dabei aber die hohen Umlagen. 

Denn nach Abzug der Gewerbesteuerumlage, der Umlage für die Verbandsgemeinde und den Kreis bleiben weniger als 10 Prozent der Einnahmen überhaupt bei der Gemeinde. Der weitaus überwiegende Teil der Einnahmen wird nämlich als durchlaufender Posten direkt an Land, Bund, Kreis und Verbandsgemeinde weitergereicht. 

Dennoch muss der Ort die hohen Investitions- und Folgekosten zu 100 Prozent selber tragen. 

Was bleibt in Weitersburg?

 

Daher bleiben dem Ort nur:

  • Verschandelung der Landschaft
  • Störung der benachbarten Wohngebiete durch Lärm
  • Noch mehr Verkehr

Weiterhin haben die Grundeigentümer mit dem meisten Flächen erklärt, dass Sie keine Interesse an einer gewerblichen Entwicklung haben und ihre Grundstücke nicht für die Ansiedlung von Gewerbebetrieben zur Verfügung stellen wollen. Dadurch verschlechtert sich die finanzielle Bilanz für die Gemeinde noch weiter. 

Bisherige Entwicklung

Die bisherige Entwicklung ist prägnant in dem folgenden Video dargestellt. 

Die Initiative hat 2021 eine Petition gegen das Gewerbegebiet gestartet, bei der sich 900 Personen (bei rd. 2.500 Einwohner in Weitersburg) gegen die Planung ausgesprochen haben. 

Dies hat dazu geführt, dass auf Vermittlung des damaligen Bürgermeisters der Verbandsgemeinde Fred Pretz eine kleine Kompromisslösung entwickelt wurde, mit der alle Beteiligten gut leben können. 

Der Gemeinderat hat sich daraufhin einstimmig (also auch alle Ratsmitglieder der Freien Wähler) dafür ausgesprochen, dass diese Kompromisslösung kommen soll. 

Doch nach der Kommunalwahl sollte dass alles nicht mehr wahr sein. Die Freien Wähler erhielten erneut die absoluten Mehrheit und wählten aus ihren Udo Wenz zum Ortsbürgermeister von Weitersburg. 

Dieser erklärte nun, dass er doch wieder die große Variante planen wolle, weil sich die Kompromisslösung nicht lohnen würde. 

Wie geht es weiter?

Wir wollen die Bewohner von Weitersburg über diese falsche Entwicklung informieren. Vielleicht kann eine kritische Öffentlichkeit die Planung noch verhindern.

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